Zahnpaste und Waschtag

Aufgrund der verkürzten Zeiten mit Internet-Verfügbarkeiten, müssen wir die Berichterstattung nun leider ein wenig straffen. Die letzten Tage und Stunden im Kloster haben uns noch viele schöne und aufregende Momente gebracht.

Am 18. November, dem Tag unserer ersten direkteren Begegnung mit den Affen, kommt es zum Höhepunkt. Leider haben wir während des Mittagessens das Badfenster offen gelassen. Nun könnt ihr euch sicherlich denken, was passiert ist. Stimmt. Wir kommen zurück und finden ein total verwüstetes Bad vor. Zum Glück war die Tür zum Wohnraum geschlossen und so musste sich der Affe mit dem Bad begnügen. Doch kein Sieg ohne Trophäe und so stellen wir fest, dass mein Handtuch nicht mehr da war. Also macht sich Kerstin ans aufräumen und säubern und ich gehe auf die Suche nach dem Handtuch, welches ich im ersten Stock wiederfinde. Abends stellen wir noch fest, dass noch etwas fehlt, neben dem Handwaschlappen zwei Tuben Zahnpaste. Insbesondere nach dem Verzehr der Ayurveda-Zahnpaste dürfte dem Affen schlecht sein.

Doch nicht nur wir waschen uns, sondern die Mini-Mönche müssen auch mal ran. So scheint wohl Mittwoches Waschtag zu sein und eine ganze Horde Nachwuchs springt um den Wasserhahn herum und müssen sich mit sicherlich eiskaltem Wasser reinigen.

Dass hier in der Klosterschule Ordnung herrscht, können wir morgens zum Schulapell sehen. In Reih und Glied, sortiert nach Schulstufe, stehen die angehenden Mönche und starten den Tag mit einem kraftvollen Gesang. Danach geht es nacheinander, die Größten zu erst (wie im Straßenverkehr), in die Klassen. Übrigens nächste Woche ist Examen. Dann müssen alle Montag bis Samstag von 9-12h Prüfungen ablegen (auch die Kleinsten).

Und wenn wir gerade bei den Kleinen Mönchen sind. Es ist immer wieder ein nettes Schauspiel, wenn ein solcher Knirps versucht seine Kutte anzulegen. Das Falten und dann Verschnüren ist ohne Hilfe wahrscheinlich gar nicht möglich. Ständig fällt alles wieder auseinander und rutscht herunter.

Während wir uns im Kloster ausruhen und auf das Projekt im Blindendorf vorbereiten, sind die Kollegen in Kathmandu schwer aktiv. Am 19. November ist Welttag der Kinderrechte und Gokul hat mit seiner Organisation, seiner Frau und Volunteers aktiv mitdemonstriert.

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