Das Highlight: Einkaufen in der Altstadt

Der Morgen beginnt mit der Planung unserer nächsten Stationen in Nepal. Bhagwan von Karmalaya kommt und stellt erst mal unsere Planung auf den Kopf. Anstatt ins Dorf Swaragu zu fahren, werden wir jetzt erst eine Woche im Kloster in Pokhara verbringen und dann ins Blindenprojekt aufbrechen. Passt auch.

Weil Bhagwan schon mal da ist und beste Kontakte zu einigen großen Hotels hat (seine Familie besitzt mehrere Hotels) sprechen wir auch gleich darüber, wie er uns helfen kann, in Zukunft Touristen für die Social Experience Tour zu finden. Am 6. Dezember wollen wir den nächsten Versuch starten, der dann hoffentlich erfolgreicher wird.

Außerdem präsentiere ich ihm die Häkelkörbchen aus Plastiktüten, die bestimmt toll in Hotelbadezimmern aussehen, wenn die Shampoo Fläschchen, Duschhauben und Seifen dort angerichtet sind. Ja, kann er sich auch gut vorstellen. Wir sollen mal einige für ihn anfertigen.

IMG_4020Dann bekommen wir Besuch von einer Gruppe Nepalesischer College Studenten, die sich auch als Freiwillige bei Access für die Rechte der Kinder engagieren wollen.

Den Nachmittag verbringen Prakriti und ich erst damit unser kleines Social Business in Excel abzubilden. Wir legen ein Template für sämtliche Kosten an, berechnen die Stückkosten für die Taschen und dann auch wie viele Taschen wir pro Monat produzieren und verkaufen müssten um Break Even zu sein. Außerdem erstellen wir noch ein Template für die Auftragseingänge und wann die Aufträge erledigt sein müssen sowie eine Auflistung der Einnahmen.

Anschließend kommt Rishu, unsere neue Wunderwaffe für Produktentwicklung und Training, zu uns nach Hause. Wir übersäen das Wohnzimmer mit Reissäcken und Taschen-Beispielen, die ich in den letzten Wochen bei meinen Marktrecherchen gekauft habe und vermitteln ihr unsere Idee aus Reissäcken coole Taschen zu machen. Rishu selbst hat auch noch Arbeitsproben mitgebracht. Daran kann man erkennen, dass sie handwerklich sehr gut ist. Beim Geschmack sind wir noch nicht ganz auf einer Wellenlänge ;-). Aber eins wird sofort klar, wir brauchen mehr Material, denn Morgen wollen wir uns im HIV Krisenzentrum treffen um dort in kleiner Runde einen weiteren Prototypen zu basteln.

IMG_3975  IMG_4015Also gehen Prakriti und ich shoppen. Es ist schon fast dunkel als wir mit dem Scooter in die Altstadt düsen. Dort arbeiten wir uns durch sämtliche Stoff, Reißverschluss, Nähgarn und Verpackungslädchen. Hier gibt es für alles einen extra Laden. In einem gibt es nur Reißverschlüsse, in einem anderen nur Nähgarn und in einem weitern nur Druckknöpfe. Reisverschlüsse werden hier als Kiloware verkauft und man muss sie selber auseinanderschneiden und den Schieber selber dranfummeln. Und zwischen den einzelnen Läden liegen dann Köpfe, Beine oder andere Teile von Ziegen, Büffeln oder Hühnern auf Holzblöcken zum Verkauf. Das ist schon ein echtes Einkaufserlebnis!

IMG_4019Da wir beide, Prakriti und ich vom Astrologen bescheinigt bekommen haben, dass wir viele Talente haben, müssen wir auch die Extrarunden in der Altstadt gar nicht erwähnen, die wir gebraucht haben, um aus dem Gassengewimmel wieder rauszufinden. Orientierungssinn gehört scheinbar dann doch nicht zu unseren Begabungen ;-).

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