Fotoshooting in Pharping

Und die Serie der tollen Überraschungen, die Prakriti für uns parat hat, reißt auch am nächsten Tag nicht ab. Wir wollen heute einen Ausflug (bzw. eine Dienstreise) nach Pharping machen. Oliver war noch nie dort und das muss sich ändern, schließlich hat Gokuls Familie dort ihre Wurzeln und es ist ein sehr schöner Ort. Aber bevor wir aufbrechen kommt noch die Überraschung in Person von Sunita, die uns ihr erstes Meisterstück höchstpersönlich präsentiert. Sunita ist die erste Frau aus der erweiterten Zielgruppe (Women in Need), die bereits nähen kann und sich jetzt an unseren Taschen versucht. Und das mit großem Erfolg. Ihr Meisterstück ist marktreif. Obwohl Sunita sehr schüchtern ist und kaum etwas sagt, mag ich sie sofort. Wir zeigen ihr all die anderen Taschen, die gestern aus Pharping angekommen sind, und erkennen, wie ein Leuchten über ihr Gesicht geht. Sie ist dabei!

IMG_8817Irgendwie können wir noch nicht losfahren, da immer einer fehlt oder wir noch ein Motorrad organisieren müssen oder weiss der Kuckuck. Die Zeit bis zur Abfahrt nutzen wir für ein Fotoshooting. Das Wetter ist toll, der Himmel blau und Oliver hängt alle Taschen auf die Wäscheleine auf der Dachterrasse. Die bunten Motive en masse sehen echt stark aus. Dann machen wir noch verschiedene andere Fotos mit Prakriti, Viola und mir mit Oliver als professionellem Fotografen. Wir haben bereits jetzt einen Riesenspaß. Aber es soll heute noch viel, viel besser werden.

IMG_8881 IMG_8888 IMG_8825 IMG_8847Wir sind mit 3 Bikes und 6 Personen nach Pharping unterwegs. Oliver darf den Scooter fahren und probiert damit zum ersten Mal den Linksverkehr, das Verkehrschaos und die maroden Straßen von Kathmandu aus. Das klappt sehr gut. Nach ca. 1,5 Stunden haben wir unser Ziel und den kleinen Teeladen von Krishnas Familie erreicht. Hier gibt es erst mal eine Pause, natürlich einen Tee und dann noch Dal Bhat. Gleich neben dem Teeladen ist die Werkstatt von Krishnas Bruder und während der Reis noch kocht, stürmen wir zu sechst den Mini-Raum um zu sehen, wie die Taschenproduktion läuft. Mittlerweile hat Sundar 2 Frauen beschäftigt, die ihm helfen meine Riesenbestellung zu produzieren. Noch 4 Tage bis zum Rückflug nach Berlin. Der Count-Down läuft. Aber er macht das super! Gerade nähen sie die Rucksäcke und wir machen gleich mal eine Anprobe mit Oliver. Passt!

IMG_8892 IMG_8895 IMG_8897 IMG_8908 IMG_4528 IMG_4525 IMG_4529Nach dem Dal Bhat fahren wir weiter. Keine Ahnung wohin, aber mittlerweile sind wir zu Acht auf 4 Bikes. Sundar und ein Nachbar sind jetzt auch dabei. Der Nachbar führt uns immer weiter hinauf in die Hügel. Wir haben heute beste Bergsicht auf die Gipfel des Langtang Gebirges. Und das vor blühenden Senf-Feldern. Einfach genial und was für die Seele. Oliver hat natürlich die Kamera und wir unsere Reistaschen dabei. An verschiedenen Plätzen fangen wir jetzt an zu Posen und die Taschen in Szene zu setzen. Jedes Mal sind wir sofort von einer kleinen Traube von Dorfkindern und anderen Neugierigen umgeben. Die Subedi-Brüder entpuppen sich unter Olivers fachkundiger Anleitung als Naturtalente beim Modeln. Krishna der Spassvogel ist natürlich der Beste, was er auch immer wieder bestätigt haben möchte ;-).

IMG_8948 IMG_8921 IMG_8935 IMG_8942 IMG_8955 IMG_8958 IMG_8968 IMG_8981 IMG_8987 IMG_8994 IMG_4542 IMG_4538 IMG_4537Es wird spät, als wir uns auf den Rückweg nach Kathmandu machen. Alle haben den Ausflug aufs Land genossen und die Rückfahrt immer wieder hinausgezögert. Hier noch einen Tee in einer kleinen Bude getrunken, da noch mal angehalten um einen tollen Blick auf die Bergkette zu haben, noch mal bei den Eltern vorbeigeschaut und natürlich mit Sundar übers Taschen-Business geredet. Was sind seine Vorstellungen von fairer Vergütung? Wie viele Taschen schafft er bis Samstag? Kann er hier und da noch etwas Finetuning an den Taschen vornehmen? Etc. Dann bekommen wir noch einen „Groundapple“ vom Nachbarn geschenkt, ein Ding, daß noch keiner von uns jemals gesehen, geschweige denn gegessen hat. Wir nehmen es erst mal mit und probieren es später zu Hause aus. Ist wirklich lecker und fruchtig. Wir sind positiv überrascht, sieht das Ding doch eher wie eine Süsskartoffel aus.

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