Einkaufen in Old-Town

Es geht im gleichen Tempo weiter. Heute steht Label-Einkaufen in Old-Town auf dem Programm. Noch vor dem Frühstück schreibe ich den Text für unsere Taschenanhänger neu. Da wir nun nicht mehr ausschließlich mit HIV-Infizierten Frauen an den Start gehen, passt der vor ein paar Wochen entworfene Text nicht mehr. Oliver formatiert in Windeseile und sichert gleich noch die Domain www.shakti-milan-bags.com und öffnet eine Facebook-Präsenz bevor der Strom wieder abgestellt wird. Direkt nach dem Frühstück geht es los.

Gemeinsam mit Gokul und Prakriti fahren wir in die Strasse der Label-Händler. Hier bekommt man rollenweise Labels aller nur erdenklichen Marken. Der Renner ist „The North Face“ aber natürlich auch Gucci und Armani gibt es. Wir hatten schon vor einigen Wochen mit der Recherche begonnen und mittlerweile haben wir genug Wissen gesammelt um heute endlich den Auftrag geben zu können. Wir brauchen die Labels noch diese Woche, von daher können wir leider keine gestickten Labels aus Indien in Auftrag geben, obwohl die sicherlich sehr cool aussehen würden. Nach einigem Hin- und Her nehmen wir schwarze Labels mit silbernem Druck. Oliver hat seinen Laptop dabei und passt noch im Laden die Vorlage an die Größe des Labels an. Gokul und Prakriti verhandeln in der Zwischenzeit den Preis. Sie legen sich voll ins Zeug um den besten Preis zu bekommen. Dann ein kurzes Stutzen. Wir wollten erst mal nur eine kleine Stückzahl zum Ausprobieren. Da ist der Preis höher, schon klar. Der Händler schlägt uns vor direkt 2.500 Stück zu kaufen, da könnte er einen guten Preis machen. Interessanterweise unterscheidet sich der Preis für 2.500 Stück zu dem für 250 Stück lediglich um ca. 15 Euro. Also gehen wir in die Vollen und bestellen Label für das ganze nächste Jahr und wahrscheinlich noch weit darüber hinaus. Als das erledigt ist, widmen wir uns den Love Letters. Gleiches Prinzip. Wir suchen ein schönes Nepali-Papier aus. Oliver formatiert und unsere Nepali-Kollegen verhandeln den Preis. Auch hier sind im endeffekt 2.500 Stück günstiger als eine kleinere Menge. Jetzt hoffen wir nur, dass sich nicht irgendwo ein Tippfehler eingeschlichen hat. Am Freitag soll alles fertig sein, dann wissen wir Bescheid.

IMG_3122 IMG_3124 IMG_3126Nach diesem aufregenden Einkauf gehen wir erst mal einen Tee trinken im einem der kleinen Nepali-Straßenrestaurants. Prakriti und ich haben natürlich jeder eine original Shakti Milan Bags Tasche dabei (passend zum jeweiligen Outfit) und Oliver nutzt die Gelegenheit ein paar Katalogfotos vor authentischer Kulisse von uns zu schießen. Leider findet der Ladenbesitzer das nicht halb so spaßig wie wir und so müssen wir aufgeben und zur Beruhigung der Gemüter auch noch was zu Essen bestellen.

IMG_8782Danach trennen wir uns. Oliver und ich machen noch ein bisschen Touri-Programm und gehen zum Durban Square, einem der ältesten Plätze in Kathmandu und auch Weltkulturerbe. Mittlerweile sind kaum noch Touristen unterwegs. Die beste Reisezeit für Nepal ist vorbei und selbst in Thamel wuselt es längst nicht mehr so wie noch vor ein paar Wochen. Wir schlendern über den Antikmarkt, kaufen ein paar Kleinigkeiten und genießen das Treiben vor traumhafter Kulisse.

IMG_8792 IMG_8804 IMG_8795 IMG_8999 IMG_9006IMG_9026 IMG_9018Zurück zu Hause wartet eine neue Überraschung auf uns. Krishna war in Pharping und hat eine ganze Ladung neuer Taschen mitgebracht. Gokuls Büro gleicht jetzt einem Showroom und begeistert inspizieren Oliver und ich die neuen Taschen und Motive. Es ist schon toll, wie viele verschiedene Motive wir mittlerweile aufgetrieben haben. Und ständig werden es mehr.

IMG_8813Franzi, eine andere Volontärin, kommt kurz vorbei und wird auch gleich in das Reich der Taschen geführt. Bhagwan hat uns zum Essen in der Stadt eingeladen und kommt um uns abzuholen. Auch ihn verpflichten wir erst unsere Taschen zu bestaunen, bevor es losgehen kann ;-). Aber Bhagwan ist schon längst überzeugt und hat uns seine Unterstützung beim Verkauf zugesagt. Noch am selben Abend verkauft er seine erste Tasche an Max, einen Volontär, der am nächsten Tag zurück in die Schweiz fliegt. Wer sagt’s denn!

Wir haben einen netten Abend in einem Restaurant mit Blick auf den großen Stupa mit den Augen. Einer meiner Lieblingsplätze mit sehr schöner Stimmung, besonders Abends. Wir trotzen der Kälte mit original Nepali-Grog und hervorragendem Essen und erfahren mehr über Nepal, die Regierung, das System und was es bedeutet hier Geschäfte zu machen.

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