Abschied aus dem Kloster und los geht der Trek

Heute verlassen wir das Kloster um für 2 Tage trekken zu gehen. Vor der Abreise zünden wir noch 5 Butterlämpchen im Tempel an und übergeben eine Spende an das Kloster. Dafür gehen wir zu Herrn Lobsang ins Büro -wie am ersten Tag bei unserer „Einschulung“-, während wir einen Tee zu unserer Spendenquittung gereicht bekommen.

Im Kloster stehen 3 Stündige Prüfungen für alle Klassen an und die Mönche sind seit Tagen dafür fleißig am Lernen. Herr Lobsang lässt uns kurz in die Prüfungsbögen blicken. Oliver bekommt den für die Klasse 1, guckt kurz rein, strahlt und sagt, das kann ich! Die Aufgabe ist es einen großen Apfelbaum zu zeichnen und auszumalen. Ich bekomme den für die Klasse 2 und werde blass. Leider kann ich keine der Fragen zu Mr. Gingerbread beantworten und auch sonst fehlen mir einige Vokabeln und Gemüsesorten. Peinlich, peinlich. Also nichts wie raus aus dem Kloster. Zum Abschied bekommen wir noch einen Seidenschal und ein Foto vom Kloster und dann fahren wir auch schon los mit dem Taxi und unserem neuen Guide Ramesh hinauf in die Hügel nach Kande.

Dort angekommen geht es erst mal 2h nur Bergauf. In Nepal geht es sowieso immer entweder hoch oder runter, niemals einfach nur geradeaus. Oliver startet heute morgen unter erschwerten Bedingungen, denn sein Magen grummelt. Super Timing! Aber der Weg ist trotz der Steigung sehr nett und abwechslungsreich und da wir noch dazu mit leichtem Gepäck unterwegs sind, kommen wir gut am Australian Camp an. Hier gibt es erst einmal eine kleine Pause und einen tollen Aussichtspunkt, der aber leider komplett in den Wolken verschwunden ist. Es ist immer wieder beeindruckend, wie schnell das Wetter sich in den Bergen ändert.

Dann geht es weiter zu unserer Lodge in Dhampus. Die Hütte ist super klasse. Ein ganz neu gebautes Steinhaus, schön mit Holzschnitzereien im Gurung Stil, sehr gemütlich und mit einem tollen Blick ins Tal. Sieht ein bisschen aus wie bei Heidi… Das kleine Restaurant hat sogar einen Ofen, aber der Hammer sind die Betten. Oliver passt komplett rein, sogar die Bettdecke geht bis über seine Füsse und die Matratze ist schön weich und dick. Echter Luxus nach den 7 Tagen im Kloster. Wir sind happy!

Nachmittags wandern wir noch eine kleine Runde über Wiesen und kleine Feldwege und überqueren endlich eine der wackeligen Hängebrücken, die uns schon während der Busfahrt die ganze Zeit fasziniert haben. Gerade als ich richtig ins Schwärmen für die Natur und diesen Ort komme, beisst mich ein Blutegel. Und das jetzt in der Trockenzeit. In der Regenzeit muss es dann ja nur so von den Dingern hier wimmeln. Schnell gehen wir weiter und kehren zum Abendessen in unserer Lodge ein.

Das Essen ist lecker, die Stimmung gut und der Ofen ist schön warm. Irgendwann probieren wir dann den Selbstgebannten aus der 2l Sprite Flasche und können anschließend sehr gut in unseren tollen Betten mitten auf dem Berg schlafen.

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Ein Kommentar zu “Abschied aus dem Kloster und los geht der Trek

  1. ich wünsche euch beiden noch viel glück und freude auf eurem weg! eine wunderbare idee! und die strahlenden augen der frauen, da habt ihr ja jetzt schon weihnachten und auch weihnachten gebracht! 🙂

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