Mindestens 15 Stopps bis Nagi Gumba

Früh am Morgen packen Maria und ich unsere Sachen um ins Kloster Nagi Gumba aufzubrechen. Um 9 Uhr soll es vom Karmalaya Haus aus losgehen. Mit dem Jeep. Absoluter Luxus. So bin ich bis jetzt hier ja noch nie gereist.

Um kurz vor 10 kommen wir dann wirklich los. Nepali Zeit eben. Leider ist die Fahrt auch schon wieder zu Ende, als wir die Hauptstraße erreichen. Der Fahrer stellt den Wagen ab und sagt, wir sollen warten. Wir warten. Und warten. Und warten. Wo ist er denn hin? Nach ungefähr 40 Minuten am Straßenrand der staubigen und lauten Hauptstraße macht es „Pling“ und mein Geduldsfaden ist gerissen. Ich möchte aus Kathmandu raus, ins Grüne, frische Luft atmen, bin dafür früh aufgestanden, hab mich beeilt und jetzt stehe ich hier seit Ewigkeiten am Straßenrand und weiß noch nicht mal warum eigentlich. Es stellt sich heraus, dass der Fahrer irgendjemandem Geld abliefern muss, der mit dem Bus die Hauptstraße entlangkommt. Nach gut einer Stunde geht es dann endlich weiter. Bis zur nächsten Ecke. Etwas kleinlaut entschuldigt der Fahrer sich bei uns „one minute“ und kommt auch kurz darauf schon mit zwei Plastiktüten wieder. „Breakfast“ sagt er und deutet auf die Toastbrote. Okay, das lassen wir gelten ;-).

Danach kaufen wir noch eine Lampe für die Innenbeleuchtung des Autos, halten um Obst zu kaufen, halten um Eier zu kaufen, müssen den Wagen umparken, da der Buss nicht durchkommt, laufen zurück um die Eier zu holen, treffen einen Mönch und nehmen seinen Mehlsack mit, kaufen Tomaten, lassen eine Gasflasche auf die Ladefläche heben, müssen wieder umparken und so nach und nach arbeiten wir uns durch diverse Geschäfte den Berg zum Nationalpark hoch. Maria sagt noch im Scherz, dass es ja wohl keine Geschäfte im Nationalpark geben werde und sobald wir einmal drin wären, würde es ja hoffentlich schneller gehen. Weit gefehlt! Als wir endlich am Tor zum Nationalpark ankommen springt das Auto nicht mehr an. Irgendwas mit dem Kühlwasser vermute ich, denn unser Fahrer schleppt eine Cola-Flasche nach der anderen zum Wasserhahn und aus dem Motor dampfen die Wasserfontänen.

Nach einer halben Stunde ist auch das Problem gelöst und wir fahren weiter über abenteuerliche Holperwege hoch zum Kloster. Hier ist es richtig schön. Man hat einen tollen Blick über das Kathmandutal und die Luft ist herrlich rein. Wir bekommen ein nettes Zimmer mit Ausblick auf ganz viele Gebetsfähnchen und ein leckeres Mittagessen. Den Nachmittag verbringen wir in der Herbstsonne und kurz vor dem Abendessen nehmen wir an einer Buddhistischen Puja teil.

Das ist mal ein interessantes Erlebnis mit viel Krach, Trompeten, Trommeln, Gesinge und Tam-Tam. Über eine Stunde dauert die Zeremonie und die kleinen Nonnen in der letzten Reihe machen nur Unfug. Das erinnert mich sehr an meine Zeit im Konfirmationsunterricht. Das war bei uns nicht anders.

Morgen um 5:30 gibt es die Show dann noch einmal.

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