Die Dorfgemeinschaft im Reis-Taschen Fieber

Heute morgen bricht Krishna in sein Dorf auf und trifft sich mit seinen Geschwistern, um dort morgen von den Schwestern die Segnungen am 5. Tag des Lichterfestes zu empfangen.

Das trifft sich sehr gut, denn seine Schwester hat mittlerweile meine Kurta fertig genäht und Krishna wird sie mir nach Kathmandu mitbringen. Ich bin schon sehr gespannt, wie ich in dem gelben Gewand mit bunten Tupfen und lila Pumphosen aussehen werde. Bin mir nicht sicher, ob ich Fotos davon zulassen soll.

Ich bin ja immer noch auf der Suche nach jemandem, der gut nähen kann und der mit mir und Prakriti mal mehrere Reistaschen ausprobieren kann, damit wir endlich unsere erste Mini-Kollektion festlegen können. Dabei habe ich Krishnas Kurta-Nähende Schwester im Visier, aber sie ist mit den Festlichkeiten sehr beschäftigt, da im Moment jeder neue Kleidung anfertigen lässt. Vorsichtshalber schicke ich Krishna noch eine SMS hinterher mit der Bitte doch noch mal seine Schwester nach deren Verfügbarkeit zu fragen.

Dann kommt der Hammer. Er hat noch einen Bruder (wahrscheinlich eher ein Cousin) der auch nähen kann, und zwar Taschen! Und dieser Bruder ist auch im Dorf. Und gemeinsam mit seiner Schwester haben die beiden schon Vorschläge für Reistaschen mitgebracht, was sie gerade auf dem Dorf mit der Familie diskutieren. Perfekt. Warum bin ich nicht gleich mitgefahren? So etwas sagen sie einem hier immer erst hinterher oder man erfährt die wichtigen Dinge nebenbei. Ich bin in Hochstimmung und schicke alle unsere Ideen an den Bruder per e-mail.

Am Sonntag, so wird verabredet, kommt er uns dann in Kathmandu besuchen. Wir fahren dann gemeinsam ins HIV Krisenzentrum und dort werden wir den ganzen Tag Taschen ausprobieren. Ausserdem ist Maria von ihrer Trekking-Tour zurück. Sie hat auch ein Händchen für handwerkliche Arbeiten und kann sogar mit einer Fuß betriebenen Nähmaschine umgehen. Es geht weiter!

Die Betterplace Spendenkampagne macht Spass. Wir haben schon 5 Spenden innerhalb so kurzer Zeit bekommen. Leider kann ich nicht sehen von wem. Also falls der ein oder andere Spender auch den Blog liest: Vielen DANK!!

Abends gehen wir noch einmal ins Karmalaya Haus. Es sind neue Volontäre angekommen und eine ganze Gruppe ist zurück aus der Anapurna Region. Endlich ist wieder was los im Haus und es gibt viel zu erzählen.

Anja ist z.B. aus dem Dorf mit dem Blindenprojekt zurückgekehrt. Sie hat tolle Sachen mit den Kindern gemacht und es ist unglaublich, was sie innerhalb von so kurzer Zeit alles dort auf die Beine gestellt hat. Gemeinsam überlegen wir, wie wir das fortführen können. Das Dorf wird meine nächste Station sein, sobald Oliver angekommen ist, machen wir uns auf den Weg.

Für den nächsten Tag verabreden wir uns mit ein paar Volontären zum Flyer verteilen auf dem Farmersmarket. Schliesslich soll die Social Experience Tour in 1 Woche zum ersten Mal durchgeführt werden.

Auf dem Rückweg nach Hause genießen wir noch den Trubel des Lichterfestes. Laute Musik auf den Straßen, überall blink, blink und alle fein herausgeputzt.

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