Besuch einer Taschen-Produktion und Abklappern der Fair Trade Shops

Unser Taschen-Produktions-Projekt nimmt weiter Fahrt auf. Heute besuchen Gokul und ich eine Team von Frauen, die im „Entertainment-Business“ (also Massage- und Prostitution) gearbeitet haben und jetzt für eine Französische Marke Fair Trade Taschen produzieren. Die Leiterin des Projektes ist auch HIV Infiziert und steht mit Shakti Milan in Verbindung. Gokul stellt mich als Voluntärin bei Shakti Milan vor. Ich werde herzlich begrüsst und uns wird alles gezeigt. Auch die Country Managerin aus Frankreich ist gerade da und bespricht neue Aufträge und Designs.

Hier lernen wir eine Menge über unser zukünftiges Business. Die Frauen hier arbeiten alle nur Halbtags und gehen nebenbei noch auf eine Textildesign Schule. Viele Entwürfe für Taschen kommen direkt von den Frauen und nicht aus dem Ausland. Das finde ich toll und super wichtig um ein nachhaltiges Business zu betreiben. Das werden wir auch versuchen in unser Projekt einzubauen.

Mir wird noch einmal sehr deutlich, dass unser Projekt doch komplexer ist, als es sich erst angefühlt hat. Mit dem Kauf einer Nähmaschine und der Kopie von Taschen aus Kambodscha ist es eben nicht getan.

Auf dem Rückweg machen wir eine Tour durch sämtliche Fair Trade Läden. Schauen uns an was dort angeboten wird, wie die Preise sind und welche potenziellen Vertriebskanäle es geben könnte.

Dieser Tag hat noch einmal viele Einblicke gebracht. Am Abend fasse ich alles in einem mittlerweile 8 seitigen Projektplan zusammen und gebe es Gokul als Hausaufgabe fürs Wochenende mit. Ich will ja schliesslich morgen ins Kloster fahren.

Leider ist noch nicht wirklich etwas organisiert für meinen Klosteraufenthalt. Dafür gibt es viel Palaver in der Küche zwischen Krishna, Gokul und Prakriti und ich merke, wie mir langsam der Geduldsfaden reisst. Was ist so kompliziert daran? Zur Not nehme ich mir ein Taxi und fahre auf eigene Faust. Ich bin alles andere als tiefenentspannt. Ein sicheres Zeichen dafür, dass ich hier mal raus muss.

Am Ende einigen wie uns darauf, dass Krishna am Freitag Abend mit dem Motorrad in sein Dorf fährt und ich am Samstag morgen mit dem Bus dorthin komme. In dem Dorf „Pharping“ gibt es einige Klöster und er wird mir eine Unterkunft organisieren.

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