Zwischen Hinduismus und Buddhismus

Heute hatten wir Sprachkurs. Und ich habe keine Ahnung wie ich jemals ein paar Worte in dieser Sprache behalten soll. Aber wir können in unseren Gastfamilien viel üben, denn z.B. Gokuls Mutter spricht kein Wort Englisch.

Am Nachmittag stand Sightseeing in Kathmandu auf dem Programm. Gemeinsam mit ? und 3 anderen Volunteers sind wir mit dem Bus in die Stadt und sind in die beiden Welten des Hinduismus und Buddhismus eingetaucht.

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Zuerst ging es nach Pashupati Mandir.

Das ist die heiligste Stätte der nepalesischenShaivas (Shiva-Anhänger) und hat sich ausserdem zur wichtigsten heiligen Stätte des Landes für alle Hindus entwickelt.

Wie viele nepalesische Tempel, ist er nur für Hindus zugänglich.

Im Anschluss haben wir ein Altersheim besucht, dass auch auf dem Tempelgelände liegt und von Karmalaya unterstützt wird. Obwohl es natürlich ganz anders aussieht gab es aber ähnliche Muster wie in Deutschland auch. Die Alten sitzen und freuen sich über jeden Besuch. Aber eigentlich warten sie alle gemeinsam auf den Tod.

Die Toten werden direkt in Pashupatinath hinter dem Heim am Fluss verbrannt. Dafür wird ständig Holz gesammelt und gespendet.

Am Fluss, der am Ende in den Ganges führt, finden öffentliche Leichenverbrennungen statt. Hier zu sterben und verbrannt zu werden ist das höchste aller religiösen Verdienste und garantiert praktisch die Befreiung aus dem Zyklus von Wiedergeburten. Dieser Ort ist vergleichbar mit dem Indischen Varanasi.

Auf einer Brücke zu stehen und die Leichen zu sehen, auf Bahren am Ufer, aufgebahrt auf dem Scheiterhaufen oder halbverbrannt ist schon ein sonderbares Gefühl.

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Sadhus mit ihren typischen Dreadlocks sind an allen Hindu-Tempeln zu finden.

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Und dann ging es weiter mit einem Ausflug in die Buddhistische Welt. Auf dem Weg zur Boudha stupa hatten wir noch ein bisschen Spaß beim Schaukeln. Da im Moment das Dashain Fest gefeiert wird, bringt es Glück, wenn man mal ein bisschen abhebt und die Füsse von der Erde löst. Das kann man am Besten beim Schaukeln. Dafür haben die Nepalesen tolle Konstruktionen aus Bambus gebaut, die wirklich hohes Schaukeln ermöglichen, was richtig Spass macht.

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Auch jede Menge Ziegen haben wir auf dem Weg gesehen. Allerdings mit gemischten Gefühlen, denn die Meisten von ihnen werden den morgigen Tag nicht überleben. Sie werden in Zeremonien zu Hause geschlachtet und geopfert. Gut, dass sie das heute noch nicht wissen.

Stupa von Boudha

Der große weisse Stupa von Boudha ist das heilige Herz der blühenden tibetischen buddhistischen Gemeinde. Seit 1959 ist Boudha die zentrale Pilgerstätte aller Exiltibeter in Nepal. Die Stupa ist wunderschön und an dem Ort kann man sich gut aufhalten. Man läuft praktisch immer im Kreis um die Stupa. Wir haben in einem Restaurant mit tollem Blick auf die Stupa erst mal Pause gemacht und zu Abend gegessen.

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Danach waren wir platt und sind mit Bollywood Musik im Bus nach Hause gefahren. Bin mal gespannt, wie lange ich brauche, bis ich alleine Bus fahren kann. Es gibt hier keine Haltestellen. Man steht an der Straße, die Busse fahren vorbei. Ein Ticketverkäufer lehnt sich während der Fahrt aus der Tür und brüllt die Route des Busses. Natürlich in Nepali. Wenn man dann mit will, dann hält man den Bus an und springt auf. Stehen bleibt er selten, aber zum Aufsteigen wird er langsamer.

Auch heute haben wir wieder viel erlebt. Morgen beginnt der Tag im Tempel mit einer Zeremonie und Nachmittags kochen wir Momos.

Ein Kommentar zu “Zwischen Hinduismus und Buddhismus

  1. Pingback: Schulunterricht auch für Oliver | OK in Nepal

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